White Mountains, Green Mountains, Vermont und Montpelier

Nach dem gelungenen Storyland Besuch sagten wir North Conway Goodbye und machten uns auf verschlungenen kleinen Highways auf durch die White Mountains. Wir machten viele Stops an Bergseen und natürlich am Aussichtspunkt, von dem aus man den Mount Washington das erste Mal sah.

Die Gegend war absolut malerisch und die Natur wunderschön. Obwohl es ja hellichter Tag war, sahen wir einen großen Hirsch, der vor uns die Straße überquerte. Unser Etappenziel war mittags Montpelier, die Hauptstadt von Vermont. Dieser verschlafene, liberale, sehr kanadisch anmutende Bundesstaat im Norden der USA besticht durch seine Kleinstadtidylle und ist durch seinen Senator Bernie Sanders in letzter Zeit zu etwas Berühmtheit gekommen.

Die Stadt Montpelier wirkt tatsächlich wie eine Kleinstadt, aber sehr einladend, gemütlich und geschichtsträchtig. Wir fanden viele sehr alte Gebäude, nette Menschen und große Detailverliebtheit. So waren die Straßen oft aufwendig mit Blumen dekoriert, viele Gebäude haben Flaggen, Embleme und Banner an der Fassade. Wir parkten an einer Parkuhr und kramten unsere Münzen zusammen – es kostete nur 1,25 USD / Stunde trotz Zentrumslage.

Wir schlenderten durch die Stadt und stöberten in interessanten, kleinen Geschäften. Wir bewunderten das alte Resident Theater und die anderen berühmten öffentlichen Gebäude. Wir aßen dann auch hier zu mittag im „Positive Pie“, einem Italiener, der für seine guten „thincrust“ Pizzen diverse Auszeichnungen erhalten hat. Es war wirklich gut und wir sind dann zufrieden weiter gefahren.

Es ging dann in Vermont weiter und durch die Green Mountains. Die Landschaft war toll, wir hielten gelegentlich zum Tanken und Rasten. Unser eigentlich reserviertes Days Inn für eine Nacht als stop-over erwies sich als Hotel in Insolvenz, mit entsprechend eingeschränktem Service. Kurz geschockt, stornierten wir es vor Ort und fuhren weiter in Richtung unseres nächsten Ziels, Rochester am Lake Ontario. Es war aber klar, dass das zu weit weg war, und nicht mehr am gleichen Tag erreicht werden kann. Als die Abendsonne dann tief überm Highway stand, checkten wir die Hotelschilder an den Exits und hielten nach unseren bevorzugten Hotelketten Ausschau. Das RedRoof Inn & Suites bei Hersikemer am Mohawk River kam uns da gerade recht. Wir buchten eine Queen Size Suite, die echt toll und gross war. Leider gab es in der gesamten Region eine amtliche „Boil Water“ Warnung, so dass uns das Hotel mit Wasser aus Flaschen versorgte, auch für Zähneputzen und Co. Woher die Warnung resultierte, Fracking Schäden? Zu große Hitze? Wir wissen es nicht. Aber als wir abends dann noch in den örtlichen Denny’s gingen, um zu essen, hatte auch der nur eingeschränkte Getränkeauswahl, da er nur Flaschengetränke anbieten konnte. Die Bedienungen waren aber klasse und sehr bemüht. Wir kamen in Herkimer prima zurecht und freuten uns nachts über sehr bequeme Betten.

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