Niagarafälle

Wir haben uns ja vorgenommen, das Naturwunder Niagarafälle anzuschauen. Und es ist gar nicht so einfach, das mit Kindern bezahlbar hinzukriegen. Es hat sich leider so ergeben, dass wir von Samstag auf Sonntag da sind, was den Andrang und die Hotelpreise nicht besser gemacht hat.

Das Hotel hatten wir schon vor vielen Wochen gebucht: das Quality Hotel & Suites auf der amerikanischen Seite, von dem aus das Observationdeck und die Lady of the Mist binnen 5 min. zu Fuß erreicht sind. Das Hotel ist, wie leider viele Niagara Hotels, zwar ein 3 Sternehaus, aber recht abgewohnt, chronisch überfüllt und es wird wenig investiert. Es lebt eben von der Location direkt an den Fällen. Das Zimmer selbst war dann doch nett, nur die Zimmertür hakelte etwas. Ein bisschen kräftig nachgeholfen beim Öffnen und….. da kam mir fast der Türrahmen mit entgegen. Wackelte locker 3cm. Nun ja, egal, es hielt ja alles, aber ein bisschen Renovierung hätte der Laden nötig.

Die Lage war dagegen ein Traum. Wir parkten als Hotelgäste kostenlos auf dem Hotelparkplatz, der leider nicht für alle Gäste ausreichend war (First Come Prinzip), aber wir waren ja früh da. Gäste von weiter entfernten Hotels mussten 20Eur fürs Parken in dieser Lage berappen. Wir starteten gegen Mittag direkt mit der Lady of the Mist. Die Schlangen hier sind lang, aber es lohnt sich! Das Erlebnis ist einmalig, direkt an die beiden Fälle zu fahren. Während dem Ticketanstehen schleckten die Kids ein Eis, wir hielten uns an Wasser, da es sehr heiß war. Wir standen gegen 13 Uhr an und dachten die Schlange sei lang… Bis wir die Menschenmenge dann nachmittags sahen. Die Schlangen waren locker 100m lang! Also, immer morgens an die Fälle fahren, um auf die Lady of the Mist zu kommen, nachmittags lieber am Fluss entlang schlendern oder die Stadt entdecken. Wie es auf der kanadischen Seite aussieht, weiß ich aber nicht genau, da gehen ja auch Boote ab.

Wie erwähnt, war es richtig heiß, und so waren wir dann auch über die kalte Wasserdusche der Wasserfälle sehr glücklich. Die Stimmung auf dem Boot war fantastisch. Sie packen auch nie zu viele Leute auf ein Boot, mit den Kindern hatten wir also gar kein Problem. Das ist sehr gut organisiert, kein wildes Gedränge. Die Niagarafälle sind natürlich spektakulär und riesig. Muss man gesehen haben. Der Nebel ist irre, die Geräuschkulisse beeindruckend.

Wichtig ist noch, dass Kinderwagen oben auf dem Observationdeck geparkt werden müssen und nicht mit runter aufs Boot dürfen. Ganz kleine Würmchen sind also nicht so gut dafür geeignet, außer man hat eine passende Trage dabei.

Nach der tollen Fahrt kaufte Magda ein paar Souvenirs, und nachdem wir noch den Park erkundet hatten, schlenderten wir mit müden Kindern ins Hotel zum Ausruhen. Nach 2h Pause gingen wir erneut los und aßen zunächst bei Flipburger Inc. in der Nähe. Lecker! Dann gingen wir in die Falls Street, wo eine Initiative Family Aktivitäten angeboten hat – öffentlich. Unsere Kinder spielten fleißig mit, die Sprachbarrieren waren schnell durchbrochen. Wir saßen in Liegestühlen dabei und genossen kalte Getränke.

Gegen Abend, als die Sonne unterging, liefen wir wieder zu den Wasserfällen und aufs Observation Deck. Abends wird es geöffnet und ist frei zugänglich. Die Wasserfälle werden da bunt angestrahlt und sehen wirklich toll aus. Wir waren sehr beeindruckt. Magda machte tolle Fotos (reichen wir noch nach).

Ansonsten sind erstaunlich wenige Deutsche da, wir hatten hier mit mehr gerechnet. Dafür unfassbar viele Inder. Wir hatten mit den Angestellten an den Aufzügen zur Lady of the Mist gesprochen und sie meinten, dass tatsächlich auffällig viele indische Touristen kommen würden, inzwischen oft mehr als Chinesen. Es ist aber nach wie vor ein Sammelsurium aller Nationen, das sich hier trifft. Eine tolle internationale Atmosphäre. Cowboyhüte, Burkas, afrikanische Gewänder, Bikinis, indische Kleidung, alles auf einem Haufen.

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